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... am 27. Januar 1859 geboren.
Er war gerade mal 29 Jahre alt, als er nach dem Tod des
Großvaters Wilhelm am 9. März 1888 und des Vaters am 15. Juni
1888 König von Preußen und Deutscher Kaiser wurde.
Seine Vorstellungen, wie ein Deutsches Kaiserreich auszusehen
habe, waren andere, als die seines Großvaters, er wollte
Weltgeltung für sich und sein Volk.
Kolonialpolitik, Gegenden fernab jeder Zivilisation, Ost-Afrika,
Südwest-Afrika, Südsee. Um dorthin zu gelangen, bedurfte es
einer größeren Flotte von hochseetauglichen Schiffen, sie wurden
gebaut und erregten die Aufmerksamkeit der Nachbarländer, vor
allem Englands, das seine Herrschaft über die Meere in Gefahr
sah.
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Es gab genügend Gelegenheiten für Wilhelm 2,
die Kritiker auf den Plan zu rufen. 1896 gratulierte er
Paulus Krüger für die Niederschlagung der Briten in Südafrika
und sah sich somit Angriffen aus England ausgesetzt.
Anlässlich des Boxeraufstandes in China, bei dem 23.000
Menschen, meist Chinesen mit christlichem Glauben, ums Leben
kamen, darunter auch der deutsche Boschafter Clemens Freiherr
von Ketteler, hielt er die so genannte 'Hunnenrede', mit der er
aus dem pazifischen Raum rekrutierter Truppen verschiedener
Staaten unter Einbeziehung deutscher Soldaten diese zu
martialischem Verhalten aufforderte.
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"Kommt ihr vor den Feind, so wird
derselbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben!
Gefangene werden nicht gemacht! Wer euch in die Hände
fällt, sei euch verfallen! Wie vor tausend Jahren die
Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht,
der sie noch jetzt in Überlieferung und Märchen gewaltig
erscheinen läßt, so möge der Name Deutscher in China auf
1000 Jahre durch euch in einer Weise bestätigt werden,
daß es niemals wieder ein Chinese wagt, einen Deutschen
scheel anzusehen!"
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Anlässlich eines Interviews, das er der
britischen Zeitung 'Daily Telegraph' gewährte, geriet er durch
Äußerungen bezüglich der britischen Politik seiner Großmutter,
Königin Victoria, wie auch Reichspräsident von Bülow in die
Kritik.
In der Gesprächsniederschrift, die Bülow zur evtl. Korrektur
lesen sollte, dieser das Papier - von sich aus unkorrigiert - an
einen Referenten weitergab, dieser es Bülow ohne Beanstandungen
- es kam ja vom Kaiser selber - wieder zurücksandte und es so
weiter an Wilhelm 2 zur Veröffentlichung weiterleitete, hatte
Folgen, als das Parlament die Kompetenzen des Kaisers
einschränken wollte. Wilhelm wollte zurücktreten, Bülow hinderte
ihn daran.
Zwei Marokkokrisen - 1905 und 1911 - als Wilhelm 2 im zweiten
Falle Kanonenboote als Antwort auf die Besetzung des
Nord-Afrikanischen Landes durch die Franzosen vor der Küste
auffahren ließ, irritierte er das Ausland.
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Eine persönliche Krise musste er durchleben,
als Maximilian Harden mit Artikeln in seinen Zeitschriften durch
die Kritik am Kaiser und seinem Umfeld die Eulenberg-Affäre
auslöst.
Angeblich sei der Kaiser in 'Männerbünde' verstrickt, die
Einfluss auf die Regierung nähmen.
Prozesse, in aller Öffentlichkeit geführt, sollten beweisen,
dass der kaiserliche Hof von Homosexuellen unterwandert sei.
Eulenberg konnte nichts nachgewiesen werden, jedoch erschütterte
die Angelegenheit, die sich über Jahre von 1906 bis 1909 hinzog,
die Monarchie.
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