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Uraufführung
der 'Elektra' von Richard Strauss in Dresden, die erste
'Gemeinschaftsproduktion' von Hofmannsthal als Textdichter und
Strauss als Komponist war im September 1908 fertiggestellt
worden.
Nachdem Strauss im Dezember 1900 den Vorschlag von Hofmannsthal
zurückgewiesen hatte, nach dessen Vorlage ein Ballett zu
komponieren, fragte er im März 1906 bei Strauss an, wie es denn
mit 'Elektra' wäre, Strauss antwortete postwendend am 17. März
1906, dass er die größte Lust auf 'Elektra' und den Text
sich schon ganz schön zusammengestrichen habe. Ob er allerdings
die Kraft fände nach der Salome den 'Elektra'-Stoff 'in voller
Frische' bearbeiten zu können oder ob er ihn ein paar Jahre
liegenlassen solle, habe er sich selbst gegenüber noch nicht
beantwortet.
Hofmannsthal gelang es, die Strauss'schen Bedenken zu zerstreuen, als
er argumentierte, die Übereinstimmung mit der 'Salome' bestünde
nur darin, dass die Oper *Elektra' auch einen Frauennamen als
Titel trage, dass es sich ebenfalls um einen Einakter handele,
der auch wieder im Altertum spiele und dass die Eysoldt beide
Rollen in Berlin kreiert habe.
Im Unterschied zur 'Salome', wo alles purpur und violett sei,
habe man bei der 'Elektra' Nacht und Licht, schwarz und hell.
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Ernst von Schuch dirigierte die erste Vorstellung und es war ob
des völlig Neuen, was dem Publikum geboten wurde, immerhin ein
'anständiger Achtungserfolg' wie es Strauss selber bezeichnete,
obwohl mancher im Publikum keine Musik in ihrem eigentlichen
Sinne einer Reihung von Melodien und wie man sie zu der Zeit der
vorherigen Jahrhunderte vernehmen konnte, zu erkennen war.
Schuch war genauestens vorbereitet. Man konnte den Eindruck
gewinnen, er dirigiere das Werk schon um 20-sten Mal.
Die Elektra war Annie Krull, der Orest Carl Person - die
Klytämnestra war wohl mit Ernestine Schumann-Heink nicht gut
besetzt.
Strauss kritisierte, dass sich sein Gesangsstil von dem Wagners
unterscheide und die Schumann-Heink sich zu sehr im 'Wagner
Belcanto' verloren habe.
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