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.... war zusammen mit Ekhof das
Aushängeschild für das Nationaltheater in Hamburg.
Immer wieder vorkommende Zwistigkeiten, gegeben durch die
Prinzipalherrschaft, waren der Grund, dass sich im
Frühjahr 1767 eine Gruppe Hamburger Bürger zusammentat, um sich
für die Schaffung eines Nationaltheaters zu verwenden.
Man entschloss sich, das Theater einem finanziell unabhängigen
Leiter zu unterstellen, der nicht selber die besten Rollen
spielen wollte, sondern sich dem Wohl des Gesamtunternehmens
widmete, ohne dass es zu Reibereien innerhalb des Ensembles kam
und ohne, dass sich kaufmännische und künstlerische Leitung in
Permanenz in Fehde lagen und den Betrieb störten.
Ekhof war als Ausnahmespieler engagiert, der zu dem neu hinzu
verpflichteten Lessing ein persönliches Verhältnis aufbauen
konnte, um so einen Aufstieg des Theaters der Goethe-Zeit mit
einem neu entwickelten Spiel- und Inszenierungsstil zu
ermöglichen.
Lessing löste sich von der strengen Tragödientheorie des
Aristoteles, vertreten durch die Dramen der französischen
Klassik von Corneille und Racine und stellte diesen Shakespeare
gegenüber.
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Währen die Werke der
noch-barocken Zeit des Gottsched wie
Damon, oder die wahre Freundschaft
Der junge Gelehrte
Die alte Jungfer
Der Misogyn
Der Freigeist
Die Juden
Der Schatz
kaum noch gespielt werden, stehen
Emilia Galotti
Miß Sara Sampson
Philotas
Minna von Barnhelm
Nathan der Weise
nach wie vor dem Publikum angeboten werden.
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Gerade nach 1945 erhielt
Lessing's Nathan einen besonderen Stellenwert, als die Gräuel
des deutsche Rassenwahns noch gar nicht richtig, eben erst
langsam, erfassbar wurden. Problematisch hier die Gefahr, über
ein Schauspiel die Bewusstmachung und Verarbeitung von Schuld
nur zu verdrängen. Spricht Nathan von Gath als der Stätte seines
Unglücks, wo Christen ihm die Familie ermordeten, so weiß jeder
- heute mehr noch als am 7. September 1945 als der 71-jährige
Paul Wegener in der Regie von Fritz Wisten am Deutschen Theater
in Ost-Berlin den Nathan spielte - dass hinter diesem Ort
Theresienstadt, Auschwitz oder Flossenbürg stehen und die Worte
des Patriarchen: "Tut, nichts, der Jude wird verbrannt" eben
weil er ein Jude ist, die das Grauen noch verdeutlichen.
http://heerrufer.de/Kritik_'Nathan_der_Weise'.htm
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