|
|
http://www.goethe.de/kue/the/tst/de4694871.htm
Seminare der Frau Plate an der
Berliner Schaubühne können im Sinne der angestrebten
Bildungsvermittlung kaum Erfolg haben, wenn diese
Einführungsveranstaltungen nicht in Verbindung mit der am
gleichen Theater gezeigten Produktion des jeweiligen Werkes
stehen.
Dass die Teilnehmer - übrigens nicht nur Jugendliche, sondern
auch Senioren - meinen, in einem Theaterraum durch 'Spielchen'
dem Stück und dem Autor und dessen Intentionen nahe zu kommen,
ist ein Irrtum und es stellt sich bereits hier - bei derartigen
Einführungsseminaren - die Frage, ob die Schaubühne dem
Bildungsauftrag gerecht wird oder ob da nicht schon in diesem
kleinen Seminarrahmen Subventionen verschwendet werden.
|
 |
Dass Dramaturgen- bzw. Intendanten-Willkür die
Werke entstellt, zeig sich beispielsweise bei Schillers 'Kabale
und Liebe', als an der Berliner Schaubühne die zentrale Rolle
des Hofmarschalls von Kalb gestrichen ist.
Wenn Herr Khuon in dem oben verlinkten Artikel für das
Goethe-Institut meint:
"„Kunst hat das Recht, kompliziert zu
sein“,
und weiter
"Aber umgekehrt hat der Zuschauer genauso das Recht, von uns zu
erfahren, was wir uns dabei gedacht haben."
stellt sich die Frage, warum an seinem Deutschen Theater in
Berlin der Darsteller des Ferdinand von Walter wie Klettermaxe
den ganzen Abend auf den die Bühne umstehenden Wänden hinauf /
hinunter umeinanderklettern darf, vom Regisseur bzw. vom
Intendanten Khuon überhaupt nicht Schillers Intentionen
aufgezeigt werden, wie sich der Absolutismus im 18. Jahrhundert
in Württemberg darstellte.
http://www.heerrufer.de/Kritik_'Kabale_und_Liebe_-_Schaubuehne_Berlin_01.11.09.htm
http://www.heerrufer.de/Bemerkungen_zu_'Kabale_und_Liebe'_%20-_Deutsches_Theater_Berlin.htm
Es geht den Theaterleitern offensichtlich nur
um Jokus, damit genügend Leute kommen, die Sitze belegen, um so
die Auslastung zu sichern.
Die Schaubühne trägt nicht zur Bildungsvermittlung bei, sondern
verschanzt sich hinter:
"Die Kenntnis der jeweiligen Klassiker
kann sie dabei bei Gymnasiasten so wenig wie bei Hauptschülern
voraussetzen."
Wenn dem schon so ist, dann hat das Theater die Aufgabe,
hier einzugreifen und zu vermitteln.
Es ist höchst bedenklich, dass schützenswertes Kulturgut, ohne
Hemmungen der Verhöhnung durch die Theater preisgegeben wird und
dies noch zu Lasten öffentlicher Gelder.
Dass diese Beobachtungen nicht nur im
Schauspiel gemacht werden, zeit folgender Beitrag:
http://www.heerrufer.de/Kommentar_'Neues_vom_Tage'_15.05.2011.htm
Stellt sich dann ein Vorsitzender eines
Richard-Wagner-Vereins hin und meint anlässlich der Premiere des
'Tristan' am Braunschweiger Staatstheater unter der Oberaufsicht
des Operndirektors Herrn von Enzberg - der designierte
Theaterdirektor von Regensburg - 'so schlimm war's doch nicht',
dann kann man sich als Steuerzahler nur besorgt ans Hirn fassen
und sich fragen: 'wo sammer denn'.
Ähnliches passierte beim 'Lohengrin' am Oberpfälzer
Metropol-Theater Regensburg - (nach Meinung von OB Johannes
Schaidinger am 17.3.2005, man wolle als Stadt Regensburg mehr
sein, als die Metropole der Oberpfalz, ist somit die 'Anstalt
öffentlichen Rechts' ja wohl als Metropol-Theater zu bezeichnen)
- als eine Regensburgerin meinte: "mir g'follts":
http://www.heerrufer.de/Bemerkung_zu_'Lohengrin'_%20-_Oberpf._Metropol-Theater_Regensburg_1._und_30.11.2010.htm
Was ihr gefiel, war etwas, das inszenatorisch
mit 'Lohengrin' von Richard Wagner nichts zu tun hatte. Um diese
Art von Regiekunst zu kritisieren, gibt es den Regensburger
Richard-Wagner-Verein, um nach dessen Satzung:
|
§ 2
Zweck
Zweck des
Verbandes
ist es,
-
die auf
Wunsch
Richard
Wagners
gegründete
(gemeinnützige)
Stipendienstiftung
in
Bayreuth
mit
finanziellen
Mitteln
aus den
Mitgliederbeiträgen
so
auszustatten,
dass
jedes
Jahr
einer
möglichst
großen
Anzahl
von
Schülern/Studierenden
der
Besuch
der
Bayreuther
Festspiele
ermöglicht
wird,
-
den
künstlerischen
Nachwuchs
zu
unterstützen,
-
die
Volksbildung
zu
fördern.
Diese
Förderung
geschieht
u. a.
durch
Studienreisen,
Vor-träge,
Diskussionen,
Besuche
von
Konzert-
und
Opernaufführungen.
Das
Verständnis
für das
Werk
Richard
Wagners
ist
dabei zu
wecken
und zu
vertiefen.
|
|
|
'Verständnis zu wecken und zu vertiefen.'
Wie bitte?
Mit d e r Inszenierung - mit d e r wird die Dame weder dem Verein,
noch Richard Wagner gerecht.
|
|