Zur Meinungsfreiheit westlicher Gesellschaften zählt das Recht zur missverständlichen Überzeichnung.
   
04.01.2010 - dradio.de

 

 


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Kurz zum Tage


24. November 1836: Trauung Richard Wagner - Minna Planer

Sie war vier Jahre älter als er - sie war Schauspielerin, er noch nicht etablierter Textdichter, Komponist und Dirigent.
In Bad Lauchstädt - im Goethe-Theater hatten sie sich kennengelernt - er sollte 'Giovanni' dirigieren, hatte dazu keine Lust, blieb aber, da er für die gut aussehende junge Frau sogleich entflammte.

Eine Sache, die sich über die Zeit ändern sollte, denn Minna litt sehr bald unter den Eskapaden des egozentrischen Gatten und machte heftigste Vorwürfe. Er ging mit nach Königsberg, wo sie die Liebschaft legalisierten, sie ging mit nach Riga, wo er als Dirigent angestellt wurde, sie verließ ihn kurzfristig, kam aber bald zurück.
Die folgende gemeinsame Zeit ab 1839 in Paris war ein einziges Elend, das sie mit ihm trug, was er ihr auch zeitlebens dankte.
Als er dann in Dresden 1842 seinen 'Rienzi', 1843 seinen 'Holländer' und 1845 seinen 'Tannhäuser' aufführen durfte, Kapellmeister am Sächsischen Hoftheater wurde - war für Minna gesellschaftlich alles erreicht.

Seine Beteiligung an der Revolution in Dresden 1849 mit der Flucht über Weimar in die Schweiz war für Minna eine schwere Prüfung - sie hat ihm das nie verziehen, blieb aber bei ihm, bis 1858 die Affäre Wesendonck sie auseinandertrieb.

Sie ging nach Sachsen zurück, wohin er ihr wegen des immer noch bestehenden Haftbefehls nicht folgen konnte und auch nicht wollte, er zahlte für sie, die Ehe wurde durch den Tod Minnas am 25. Januar 1866 geschieden.

 


24. November 1848: Lilli Lehmann geboren

Im Revolutionsjahr kam sie in Würzburg zur Welt.
Kapellmeister Richard Wagner stand damals im weitesten Sinne auf den Barrikaden in Dresden und musste ein Jahr später in die Schweiz fliehen.
Er engagierte sie 1976 für die ersten Bayreuther Festspiele für die Woglinde, die Helmwige und die Stimme des Waldvogels.

Trotz der engen Kontakte zum sächsischen Meister - ihre Mutter eine geb. Loew - war trotz ihrer jüdischen Herkunft eine gute Freundin Wagners - ließ die Tochter sich in ihrer gesamten Laufbahn nicht auf ein Stimmfach festlegen. Trotz des Wechsels der gesungenen Partien konnte sie ihren 'Gesangsapparat' flexibel halten und von der Königin der Nacht und der Rosina, Gilda später über Troubadour-Leonore,

Fidelio-Leonore,
http://youtu.be/2w3X2v6u3wI

Figaro-Gräfin
http://youtu.be/1vPB_TegOnU

Elvira und Anna, Norma und dann auch die Walküren-Brünnhilde und
Isolde
http://youtu.be/1GuqXbJMtlA

singen.

In ihrer Karriere zeigte sie sich in 170 Rollen 'querbeet' - für den heutigen Opernhörer kaum mehr vorstellbar, da man sich gerade bei Wagner an einen schwereren Stimmklang gewöhnt hat. Eine Venus sollte nicht wie ein Blondchen klingen - beide Rolle sang sie.

Die Zeit war eine andere, in der sie auftrat, der favorisierte Klang einer Sopranistin, ein anderer als heute, so dass die vorhandenen Aufnahmen der Lilli Lehmann das heutige Publikum zwangsläufig - abgesehen von den technischen Mängeln - irritieren müssen.
 

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24. November 1941: Erste Transporte ins Lager Theresienstadt

Am 17. September 1941 ordnete Hitler an, das Reich und das Protektorat Böhmen und Mähren müssten 'möglichst bald' von Juden 'geleert und befreit' werden.
Die Nazis brauchten somit ein Lager für die im Protektorat lebenden Juden.
Gewählt wurde Theresienstadt - eine Stadt mit einer Festungsanlage, die Österreich nach den Schlesischen Kriegen anlegte, da von Norden die Preußen ungehindert eindringen konnten.

Ab dem 24. November 1941 wurde mit dem Eintreffen von 342 Männern aus Prag - dem Aufbaukommando - das Lager Theresienstadt als 'Transitghetto' für die Juden aus dem Protektoratsgebiet genutzt.
Von hier aus wurden auch Gefangene in die Vernichtungslager im Osten weitertransportiert.

Theresienstadt kam zu einem gewissen Bekanntheitsgrad, als hier ein kulturelles Leben unter den Inhaftierten entstand, das von den Nazis zur Propaganda benutzt wurde, als sie behaupteten, der Führer habe den Juden eine Stadt geschenkt.

Von 1941 bis 1945 wurden über 140.000 Menschen ins Lager Theresienstadt gebracht, davon endeten mehr als 90.000 in den Vernichtungslagern im Osten.
Allein in Theresienstadt starben 34.000 Juden.

Ein Teil der Gesamtbelegung war unter dem Schutz des Roten Kreuzes in andere Lager - ein Transport ging im Februar 1945 direkt in die Schweiz - gebracht worden.
Aber im Rahmen der Evakuierungen kamen aus verschiedenen Lager wie aus den Flossenbürger Nebenlagern nach dem 25. April 1945 noch mehr als 13.000 KZ-Häftlinge nach Theresienstadt, selbst nach Ende der Kampfhandlungen wurden Menschen hier aufgenommen.

Als im Mai 1945 das Ghetto befreit wurde, lebten noch 16.000 Menschen in diesem Lager.

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Schlagzeilen
24. November 2011

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/guttenberg-uhl-
csu-koennte-sich-guttenberg-rueckkehr-vorstellen_aid_687524.html


http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/
guttenberg_verfahrenseinstellung_1.13403776.html


http://www.sueddeutsche.de/politik/neonazi-mordserie-
spd-innenexperte-legt-friedrich-ruecktritt-nahe-1.1217285


http://nachrichten.t-online.de/
csu-lehnt-barrosos-euro-bond-vorstoss-ab/id_51735974/index?news


http://www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/
SPD-wirft-der-CSU-mangelnde-Kooperation-vor-id17646086.html


http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_regen/regen/275481_Wahlkampf-wird-haerter-
JU-greift-Michael-Adam-SPD-an.html

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