Zur Meinungsfreiheit westlicher Gesellschaften zählt das Recht zur missverständlichen Überzeichnung.
   
04.01.2010 - dradio.de

 

 


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Kurz zum Tage


22. Dezember 1829: 'Der Templer und die Jüdin' uraufgeführt

Richard Wagner war gerade 16 Jahre alt, als man in seiner Geburtsstadt Leipzig diese Oper Marschners zum ersten Mal gab - und doch reichte der Eindruck, den die Schlussszene mit dem Gottesurteil und dem damit geführten 'Beweis der Unschuld' der weiblichen Hauptrolle auf ihn machte, diese Konstellation der Figuren in den ersten Akt seines 'Lohengrin' mit dem Gottesgericht und dem Freispruch für Elsa zu übernehmen.

Auch für seinen 'Holländer' gibt es eine Parallele. Bei Marscher singt Emmy in ihrer Romanze im 'Vampyr', 'Sieh, Mutter, dort den bleichen Mann' - was seine Entsprechung im 'Am hohen Bord, der bleiche Mann' im 'Holländer' findet. Diese Verbindung lässt sich leicht ableiten, da Wagner als 19-jähriger Chordirektor in Würzburg Marschners Oper dort einzustudieren hatte.

1827 sah Marschner in Leipzig das Schauspiel 'Der Löwe von Kurdistan', eine Dramatisierung von Walter Scotts Roman 'The Talisman', was ihn dann bewog, ein Konzept für eine romantische Templer-Oper nach Scotts 'Ivanhoe' zu entwickeln. Noch in 1829 konnte er die Komposition abschließen.

Bereits damals gab es eine Diskussion zum Thema Dramatisierung von Romanen - heute nicht anders.
Man sehe nur die Emsigkeit, mit der John von Düffel - heute Dramaturg am DT in Berlin - spannende Schauspiele wie aus Thomas Manns Roman 'Buddenbrooks' entwickelt, die dann 'überall' gespielt werden.

http://www.heerrufer.de/Kritik_'Buddenbrooks'_-_Theater_Regensburg.htm

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22. Dezember 1899: Gustav Gründgens geboren

Am 26. Februar 1942 schrieb GG an den Reichsmarschall. dieser möge ihn aus dem Vertrag als Intendant, Schauspieler und Regisseur am Staatlichen Schauspielhaus in Berlin entlassen.
Göring möge ihm die Genehmigung erteilen, sich zum Dienst in der Wehrmacht zu melden.

Das Haus sei bestellt, er habe alle Rollen, in denen er aufgetreten sei, an vollwertige Ersatzleute übergeben, Herr Liebeneiner sei erste Kraft geworden, nachdem er mit großen Aufgaben betraut wurde.

Der Apparat der Theaterführung sei so eingespielt, dass eine Vertretung ihn ersetzen könne, in einer Zeit, das das praktische das künstlerische notwendigerweise überwiegen müsse.

Göring würde ihn mit der Erfüllung der Bitte sehr glücklich machen, ein abschlägiger Bescheid würde ihn in seinen innersten Gesetzmäßigkeiten treffen.

GG beendete den Brief ohne verbindliche Floskel, nur mit einem
'Heil Hitler!'
 

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Schlagzeilen
22. Dezember 2011

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2136194/
Lufthansa-trennt-sich-von-Sorgenkind-BMI.html


http://dmm.travel/news/artikel/lesen/2011/12/
airbus-bei-auftraegen-deutlich-vor-boeing-40441/


http://www.sueddeutsche.de/digital/ipad-vs-galaxy-tab-apple-
klage-gegen-samsung-droht-zu-scheitern-1.1241894


http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/
Seehofer-sollte-froh-sein-id18023146.html


http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13779924/
Jetzt-wird-es-abenteuerlich.html

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