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>>> Dateien vom 12.2.2010 bis 28.2. 2011
Kurz zum Tage:
05. September
05. September 1638: Ludwig XIV. geboren
Der Sonnenkönig, der auch für sich den Staat in Anspruch nahm, als
er behauptete, er sei der Staat, war nicht nur Herrscher im Land in
politischer Hinsicht, sondern auch Gestalter in allen Angelegenheiten
der Künste.
Molière profitierte von der Gunst des Königs, auch Luly, der Tänzer.
Als es 1665 durch die gesellschaftskritische Komödie 'Tartuffe'
problematisch für ihn im Umfeld des Hofes wurde - immerhin hatte er
angeprangert, dass sich im Umfeld des Königs scheinbar strenggläubige,
in Wahrheit aber herrschsüchtige, raffgierige und lüsterne Schwindler
ihr Unwesen trieben. Die Aufdeckung anfänglich ganz im Sinne des Königs
- dann aber durch die
Opposition der Alt-Frommen - im Hintergrund Königinmutter Anna von
Österreich - musste doch zu einer Kurskorrektur führen.
Trotz der Affäre konnte Molière seine Jahresdotierung von 1000 auf 6000
Francs heraufgesetzt bekommen.
Problematisch war für Europa das Staatsgepränge am Hof von Versailles -
der Herzog Carl Eugen von Württemberg reiste nach Frankreich, um sich zu
informieren wie man den eigenen Hof Frankreichgerecht gestalten könnte
und auch Ludwig, der bayerische Märchenkönig, wollte es dem Sonnenkönig
gleich tun - der Spiegelsaal in Herrenchiemsee ähnelt dem in Versailles.

05. September 1791: Giacomo Meyerbeer geboren
Der Sohn des Zuckerfabrikanten Jakob Beer und der
Lottokonzessionärin Amalia Meyer kam in Vogelsdorf bei Berlin zur Welt
und wuchs in den gehobenen Kreisen der preußischen Hauptstadt auf.
Schon mit 11 Jahren war er als Pianist gefragt, dem Kreis gehörten
Iffland und Alexander von Humboldt an. Zelter empfahl ihn an Anselm
Weber und der wiederum nach Darmstadt an Abbé Vogler, der zur gleichen
Zeit auch Carl Maria von Weber unterrichtete.
Paris stand unter dem Eindruck der Juli-Revolution, Rossini zog sich
nach Bologna zurück und Meyerbeer nahm den Platz als führender Komponist
der französischen Hauptstadt ein. Die kurze Zeit als
Generalmusikdirektor in Berlin von 1842 bis 1848 zur Zeit von Friedrich
Wilhelm III. brachte ihn künstlerisch nicht voran, so dass er sich
wieder nach Paris begab.
Richard Wagner versuchte über Meyerbeer in Paris Fuß zu fassen - aber
der jüdische Komponist hatte längst das Talent des Sachsen erkannt und
widmete sich mehr dem eigenen Fortkommen als einen Konkurrenten zu
fördern.
Nicht nur gegen den großen Konkurrenten Meyerbeer sondern auch gegen den
ebenfalls erfolgreichen jüdischen Komponisten Mendelssohn richtete
sich Wagners Werk 'Das Judentum in der Musik' - 1850 und 1869
veröffentlicht.

Schlagzeilen
5. September 2011
http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/
Bedenkliche-Erinnerungs-Kultur-an-die-Nazis;art1172,65537
http://www.focus.de/politik/deutschland/
hans-peter-friedrich-1000-moegliche-terroristen-in-deutschland_aid_662194.html
http://www.focus.de/politik/deutschland/
hans-peter-friedrich-1000-moegliche-terroristen-in-deutschland_aid_662194.html
http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2011/09/04/
freie-wahler-geben-csu-mitschuld-an-altersarmut-416066/
http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2011/09/05/
wissenschaftler-sehen-europaische-wahrungsunion-gescheitert-416580/
http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2011/09/05/
mcallister-beklagt-schlechtes-erscheinungsbild-der-union-416544/
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