Zur Meinungsfreiheit westlicher Gesellschaften zählt das Recht zur missverständlichen Überzeichnung.
   
04.01.2010 - dradio.de

 

 


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Kurz zum Tage:

05. September


05. September 1638: Ludwig XIV. geboren

Der Sonnenkönig, der auch für sich den Staat in Anspruch nahm, als er behauptete, er sei der Staat, war nicht nur Herrscher im Land in politischer Hinsicht, sondern auch Gestalter in allen Angelegenheiten der Künste.

Molière profitierte von der Gunst des Königs, auch Luly, der Tänzer.
Als es 1665 durch die gesellschaftskritische Komödie 'Tartuffe' problematisch für ihn im Umfeld des Hofes wurde - immerhin hatte er angeprangert, dass sich im Umfeld des Königs scheinbar strenggläubige, in Wahrheit aber herrschsüchtige, raffgierige und lüsterne Schwindler ihr Unwesen trieben. Die Aufdeckung anfänglich ganz im Sinne des Königs - dann aber durch die
Opposition der Alt-Frommen - im Hintergrund Königinmutter Anna von Österreich - musste doch zu einer Kurskorrektur führen.
Trotz der Affäre konnte Molière seine Jahresdotierung von 1000 auf 6000 Francs heraufgesetzt bekommen.

Problematisch war für Europa das Staatsgepränge am Hof von Versailles - der Herzog Carl Eugen von Württemberg reiste nach Frankreich, um sich zu informieren wie man den eigenen Hof Frankreichgerecht gestalten könnte und auch Ludwig, der bayerische Märchenkönig, wollte es dem Sonnenkönig gleich tun - der Spiegelsaal in Herrenchiemsee ähnelt dem in Versailles.

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05. September 1791: Giacomo Meyerbeer geboren

Der Sohn des Zuckerfabrikanten Jakob Beer und der Lottokonzessionärin Amalia Meyer kam in Vogelsdorf bei Berlin zur Welt und wuchs in den gehobenen Kreisen der preußischen Hauptstadt auf.
Schon mit 11 Jahren war er als Pianist gefragt, dem Kreis gehörten Iffland und Alexander von Humboldt an. Zelter empfahl ihn an Anselm Weber und der wiederum nach Darmstadt an Abbé Vogler, der zur gleichen Zeit auch Carl Maria von Weber unterrichtete.

Paris stand unter dem Eindruck der Juli-Revolution, Rossini zog sich nach Bologna zurück und Meyerbeer nahm den Platz als führender Komponist der französischen Hauptstadt ein. Die kurze Zeit als Generalmusikdirektor in Berlin von 1842 bis 1848 zur Zeit von Friedrich Wilhelm III. brachte ihn künstlerisch nicht voran, so dass er sich wieder nach Paris begab.

Richard Wagner versuchte über Meyerbeer in Paris Fuß zu fassen - aber der jüdische Komponist hatte längst das Talent des Sachsen erkannt und widmete sich mehr dem eigenen Fortkommen als einen Konkurrenten zu fördern.

Nicht nur gegen den großen Konkurrenten Meyerbeer sondern auch gegen den ebenfalls erfolgreichen  jüdischen Komponisten Mendelssohn richtete sich Wagners Werk 'Das Judentum in der Musik' - 1850 und 1869 veröffentlicht.

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Schlagzeilen
5. September 2011

http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/
Bedenkliche-Erinnerungs-Kultur-an-die-Nazis;art1172,65537


http://www.focus.de/politik/deutschland/
hans-peter-friedrich-1000-moegliche-terroristen-in-deutschland_aid_662194.html


http://www.focus.de/politik/deutschland/
hans-peter-friedrich-1000-moegliche-terroristen-in-deutschland_aid_662194.html


http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2011/09/04/
freie-wahler-geben-csu-mitschuld-an-altersarmut-416066/


http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2011/09/05/
wissenschaftler-sehen-europaische-wahrungsunion-gescheitert-416580/


http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2011/09/05/
mcallister-beklagt-schlechtes-erscheinungsbild-der-union-416544/

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