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Bereits 1841,
während seines
ersten
Aufenthaltes in
Paris brachte
einer seiner
Freunde, Samuel
Lehrs, Richard
Wagner einen
Betrag in den
Jahresheften der
Königsberger
Deutschen
Gesellschaft,
„in welchem
Lukas den
Wartburgkrieg
kritisch näher
behandelte“.
Hier noch kann
er den Stoff als
Fortsetzung des
Wartburggedichtes
nicht näher für
sich einordnen,
allerdings kommt
er auf diese
Weise mit einer
Zeit näher in
Kontakt, denn
„zeigte er mir
doch das
deutsche
Mittelalter in
seiner
prägnanten
Farbe, von der
ich bis dahin
keine Ahnung
erhalten hatte.“
Entscheidend
ist, dass
Richard Wagner,
wenn auch in den
späteren
Forschungen von
weiteren Quellen
zum Lohengrin
ausgegangen
wird, er doch zu
diesem Zeitpunkt
eine Beziehung
zu dem Stoff
aufnimmt, die
dann 1845 zur
Dichtung führt.
Während Wilhelm
Zentner diese
Ausgangsposition
des Werkes
überhaupt nicht
erwähnt, so geht
Mertens davon
aus, dass
Richard Wagner
auch die
Dichtung von
Konrad von
Würzburg kannte
ebenso wie er
die
Sagensammlung
von Jakob Grimm
seiner Dichtung
zugrunde legte,
vor allem aber
das Gedicht des
anonymen
thüringischen
und dann
sächsischen
Dichters sowie
Wolfram von
Eschenbachs
‚Parsifal’ die
stärksten
Eindrücke
hinterlassen
hat. Allein bei
Mertens wird
erwähnt, dass
Richard Wagner
auch Ludwig
Bechsteins
Märchensammlung
als Grundlage
seiner Dichtung
kannte.
Entscheidend für
die Quellen und
die sich hieraus
ergebende
Dramaturgie der
Handlung ist,
dass Richard
Wagner aus der
Sagensammlung
von Jakob Grimm
und aus dem
Parsifal von
Wolfram von
Eschenbach sowie
dem anonymen
Gedicht den Ort
entnommen hat.
In beiden Fällen
wird von der
Schelde bei
Antwerpen
gesprochen.
Es ist nach
Durchsicht aller
Quellen nicht
feststellbar,
wann zum ersten
Mal und warum
gerade das
Grenzgebiet
zwischen
Friesland und
Lothringen zum
Ort der
Schwanensage
wurde.
Von den zur
Dichtungen
verwendeten
Quellen wird die
Zeit der
Regentschaft
Heinrichs I.
übernommen.
Die Forschung
ist sich einig,
dass von dieser
Zeit des 9. Jh.
nur sehr wenige
Quellen etwas
über die
Regentschaft Heichrich I.
aussagen. Die
einzige
Primärquellen
stellen die
Geschichtsschreibungen
von Widukind von
Corvey, (gest.
nach 973) und
Thietmar von
Merseburg,
(gest. 1018)
dar.
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Dass Richard
Wagners
patriarchales
Wunschdenken,
pseudowissenschaftlicher
Unsinn, seit
der Antike
unkritisch
wiederholt
wird,
dokumentiert
sich am 22.
Juni 1869,
als Cosima
bei der
Betrachtung
ihrer fünf
Kinder
feststellt
„[...] in
Bezug auf
die beiden
ältesten,
die keinen
Zug von mir
haben, sagt
er, da sähe
man, wie das
Weib sich
verhalte,
wie die Erde
zur Sonne,
sie sei ganz
passiv, und
nur, was der
Mann
hineinlegt,
kommt
heraus;
außer wenn
die Erde nun
selbst in
Affekt, in
Enthusiasmus
gerate, wenn
Tellus in
Sol sich
verliebt,
dann wirkt
sie auch
mit. Die
Orientalen
betrachten
mit Recht
das Weib wie
den Acker,
in welchen
sie den
Samen
legen.[...]“
(C.T. Bd.
I., S. 113)
Eigentlich
hätte RW es
besser
wissen
müssen –
allerdings
ist nicht
schlüssig
nachzuweisen,
ob er die
Mendel'schen
Gesetze
kannte, nach
denen,
bereits 1865
vom
Augustinerchorherr
Gregor
Mendel
erkannt,
vereinfacht
ausgedrückt,
das
genetische
Material von
beiden
Eltern zu
gleichen
Teilen
weitergegeben
wird.
Außerdem
entdeckte
der
Naturforscher
Karl-Ernst
von Baer
1827 das
Säugetier-Ei
aus dem
Eierstock
einer
Hündin. Er
sah als
Erster ein
reifes Ei
unter dem
Mikroskop,
womit
bewiesen
war, dass
aus dem
durch das
Sperma
befruchtete
Ei, das sich
in die
Gebärmutter
einnistet,
das neue
Wesen
entsteht und
nicht durch
das Sperma
allein.
Affekt und
Enthusiasmus,
Gleichgültigkeit
oder Abscheu
sind für die
Weitergabe
von
Erban-lagen
völlig
unerheblich,
so wie
zahllose
ungewollte
Schwangerschaften
auch heute
noch das
Leben
unwissender
oder
missbrauchter
Frauen
belasten.
Dass „[...]
die
Orientalen
[...]“ das
Weib als
Acker
betrachten,
geschieht
nicht „[...]
mit Recht
[...]“,
sondern ist
verbrecherisch.
Richard
Wagners Bild
es Orient
ist der
bunte Traum
von Märchen,
in denen
schöne
Prinzessinnen
von edlen
Helden
geliebt
werden. In
Wirklichkeit
leiden bis
heute
Millionen
von Frauen,
rechtlos,
besitzlos
und stimmlos
unter
Tschador,
Burka,
Schleier und
Gesichtsmaske,
als Kinder
verstümmelt,
schlecht
ernährt, von
der Bildung
ferngehalten,
einem
Unbekannten
in die Ehe
gegeben, bis
der Tod sie
nach 10 bis
15 Geburten
erlöst.
Aus: Das
'Bild der
Frau‘ in
Cosimas
Tagebüchern.
M.L. Gilles
- Hochschule
für Musik
und Theater
Hannover,
2003
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RW stützt sich
bei der
Beschreibung der
Situation im
Lohengrin auf
die ‚Flandrische
Staats- und
Rechtsgeschichte
bis zum Jahre
1305’ von
Leopold August
Warnkönig,
Tübingen, 1835,
die Teil seiner
Dresdener
Bibliothek war
und in der
Angaben über
Flandern mit
dessen
Gerichtswesen
zusammengefasst
sind.
Interessanterweise
wird hier die
Lage von
Flandern in
großer Breite
dargelegt,
während Brabant,
nach den
kartographischen
Belegen –
östlich der
Schelde nur eine
geringe Fläche
einnehmend – in
diesen
Dokumenten kaum
Erwähnung
findet.
RW nahm ganz
offensichtlich
in erheblichen
Maße Eindrücke
aus dieser
Lektüre auf und
verarbeitete sie
auch durch
Vermischung und
damit
Neuschöpfung von
Worten in der
Textdichtung,
während die
Prosafassung vom
Sommer 1845 –
möglicherweise
wegen der
fehlenden
Hinweise, weil
nicht mit auf
die Reise nach
Marienbad
genommenen
‚Flandrischen
Staats- und
Rechtsgeschichte’
– dieser
Klarheit noch
entbehrt.
Die flandrischen
Urkundensammlungen
enthalten „[...]
Traktate mit den
Herzogen von
Brabant [...]“,
die sich
wiederum auf
ältere Quellen
stützen, obwohl
die „[...]
römischen und
griechischen
Klassiker [...]
über die
Gegenden, welche
seit der Mitte
des neunten
Jahrhunderts die
Grafschaft
Flandern
bildeten, nur
wenige
zerstreute
Notizen [...]
beinhalteten.
[...]“
„[...] Seit der
Völkerwanderung
bis gegen das
Jahr 860 hat
Flandern keine
eigene
Geschichte und
die wenigen
Urkunden und
kurzen Chroniken
gehen auf die
der Klöster
zurück.
(Flandrische
Staats- und
Rechtsgeschichte
bis zum Jahre
1305’ von
Leopold August
Warnkönig,
Tübingen, 1835
S. 33 / 39)
Ab dem Jahr 863
hat Flandern
seine eigenen
„[...] Grafen,
zuerst
Markgrafen
genannt, die von
Zeit zu Zeit
noch andere
Grafschaften
besaßen
[...]“.(Flandrische
Staats- und
Rechtsgeschichte
bis zum Jahre
1305 von Leopold
August
Warnkönig,
Tübingen, 1835
S. 84)
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Inwieweit
‚Ortrud‘ nun
‚die Böse’
im Vergleich
zu ihrer
Zeit, ihrer
Männerumwelt,
der
Zeitgeschichte,
der
Gesetzgebung
im Sinne
derer des
10., des 19.
und des 21.
Jahrhunderts
zu
bezeichnen
sein könnte,
geht
zunächst aus
den Quellen
nicht
hervor.
Dass sie
Elsa dazu
verleitet,
den
unbekannten
Ritter nach
dessen
Herkunft zu
fragen und
dem Namen zu
fragen, ist
zunächst
nichts
ehrenrühriges.
Ganz
entscheidend
für die
persönliche
Entwicklung
und in Bezug
auf die
Gestaltung
der
Frauenfiguren
in
Dichtungen
und
Kompositionen
Richard
Wagners -
speziell
hier im
Lohengrin -
ist das
Gastspiel,
das die
damalige
Primadonna
der
Dresdener
Oper in
Leipzig gab
und welches
„[...]
meinem
künstlerischen
Gefühle
plötzlich
eine neue
und für das
ganze Leben
entscheidende
Richtung
gab.“
Richard
Wagner
erlebt sie
als
Fidelio-Leonore
und nimmt
stärkste
Eindrücke
von dieser
Vorstellung
mit.
„Wenn ich
auf mein
ganzes Leben
zurückblicke,
finde ich
kaum ein
Ereignis,
welches ich
diesem einem
in betreff
seiner
Einwirkung
auf mich an
die Seite
stellen
könnte.“
Nach diesem
Erlebnis
zweifelt er
an seinem
Talent und
er glaubt
„[...]
erkennen zu
müssen, dass
eine große
Verwirrung,
welche nun
auf längere
Zeit in mein
Leben,
namentlich
in meine
Arbeiten
eintrat,
durch die
übermäßige
Erfülltheit
von dem
Eindrucke
dieser
Kunsterscheinung
veranlasst
wurde.“
Es kommt
soweit, dass
er nicht
weiß „[...]
etwas
hervorzubringen,
was in
unmittelbarem
Verhältnis
zu dem
empfangenen
Eindrucke
stehen
möchte.“ Und
er hätte
gerne ein
Werk
schreiben
mögen,
„welches der
Schröder-Devrient
würdig
gewesen
wäre. [...]“
(ML S. 44)
Und bei
einem
Aufenthalt
in Nürnberg
erlebt er
die
Schröder-Devrient
wieder als
Fidelio-Leonore
und als
Emmeline in
die
Schweizerfamilie.
Letztere
eine
früheste
Jugendrolle
Sängerin,
die sie
eigentlich
schon längst
abgelegt
hatte und
„[...] für
welche sie
sich kaum
mehr eignete
und die sie
auch zum
Überdruss
häufig
gegeben
[...]“
hatte.
Der
Eindruck,
den die
Darstellung
dieses
jungen
Mädchens
neben der
anderen
Rolle
innerhalb
des
Gastspiels,
der
heldischen
Leonore, auf
Richard
Wagner
machte,
zeigt sich
in „[...]
Ergriffenheit
und mein
wahrhaftes
Erstaunen,
als ich an
diesem Abend
die
unbegreifliche
Frau erst in
ihrer
wahrhaft
hinreißenden
Größe
kennenlernen
sollte.“ (ML
S. 113)
Und er
bedauert,
dass die
sängerischen
und
darstellerischen
Fähigkeiten
dieser
Sängerin
„[...] nicht
als Monument
allen Zeiten
erkenntlich
festgehalten
und
überliefert
werden
kann.“ (ML
S. 113)
Es ist mit
Sicherheit
davon
auszugehen,
dass somit
Wilhelmine
Schröder-Devrient
maßgeblich
die
Dramaturgie
seiner Werke
und der
Rollengestaltung
im Sinne
seines
Musiktheaters
beeinflusst
hat.
Wilhelmine
Schröder-Devrient
war die
erste
singende
Darstellerin
von
Opernpartien
in dem
heutigen
Sinne. Sie
hatte sich
einem
Interpretationsstil
zugewandt,
der sich
erheblich
von dem
damaligen ‚opera
seria’ und ‚opera
buffa’
unterschied,
bei der die
Sänger ihre
Partien, in
Rezitative
und Arien
aufgeteilt,
meist
statutarisch
an der Rampe
dem Publikum
zugewandt
präsentierten.
Entsprechend
der Rolle
der
‚Leonore‘
war sie im
Spiel eine
aktive Frau,
die nicht
wie die
Lyrischen
sich der
Freude oder
dem Elend
der Rolle
hingab,
sondern dem
Erlösungsgedanken
entsprechend
agierte und
damit
deutlich –
schon von
der
Dramaturgie
her - in den
Ablauf der
Handlung
eingriff.
Ein
wichtiger
Anstoß für
die Form der
dramaturgische
Gestaltung
der Ortrud
ist vor
allem der
Auftrag für
Richard
Wagner
gewesen, in
Dresden nach
dem Tod des
Musikdirektors
Rastelli die
‚Euryanthe’
von Carl
Maria von
Weber zu
dirigieren.
(ML, Seite
264)
Hier stehen
dem lichten
aber
leidenden
und
erduldenden
Paar
Euryanthe
(Sopran) /
Adolar
(Tenor), die
aktive
Seite, der
Bariton
Lysiart und
seine
Mitspielerin,
der
Mezzosopran,
die
Eglantine
gegenüber.
Diese
Konstellation
– bereits
aus der
opera seria
bekannt -
ist die
typische
Schwarz-Weiß-Malerei
des gut /
böse Schemas
der
Opernliteratur.
'Ortrud' -
'Die Böse
bei Richard
Wagner'
M.L. Gilles
- Hochschule
für Musik
und Theater
Hannover,
2003
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Während die
Proben für die
Uraufführung des
Tannhäuser in
Dresden - für
die
Theaterferien
1845 -
unterbrochen
waren, schrieb
Richard Wagner
die
Prosafassungen
für ‘Die
Meistersinger
von Nürnberg’
und ‘Lohengrin’.
Für letzteren
legte er die
Rolle der Elsa
den Sagen
entsprechend an,
eine junge Frau
in Brabant, die
um ihr Erbe
kämpft, mischte
sie aber mit
einer der im 19.
Jahrhundert
typischen jungen
Frauen, abhängig
von Vater, Mann
oder Bruder.
Eingeengt in die
Rahmen der
Familien.
Elsa ebenfalls
nicht fähig,
sich den äußeren
Einflüssen zu
entziehen, sei
es Werbung um
sie durch den
Vormund,
Beeinflussung
durch dessen
Frau und Leben
am Hofe als
Tochter des
verstorbenen
Herzogs von
Brabant.
Vorgesehen für
die Vorstellung
am 21.3.2008 war
als Elsa Frau
Nancy Gibson,
die
krankheitsbedingt
absagen musste.
Was blieb dem
Theater
Chemnitz, als
die bereits
tagszuvor für -
eine zweite
Vorstellung
'Manon Lescaut'
eingesprungene
Astrid Weber zu
bitten, als für
sie dritte
Vorstellung auch
noch die Elsa zu
singen.
Bei der
Bestellung der
Karten im
November 2007
war man gerade
davon
ausgegangen,
Astrid Weber als
Manon und als
Elsa besetzt zu
sehen, da aber
hieß es beim
weihnachtlichen
Telefonat mit
ihr, “für die
Elsa am 22.3.08
bin ich schon
weg“.
Sieht und hört
man sie so -
durch die Absage
von Frau Gibson
- an zwei
Abenden
hintereinander
als Manon und
als Elsa wird
einem die
Bandbreite
dieser Ausnahme-Sängerin
bewusst.
Auf der einen
Seite die
kokette,
gerissene junge
Frau Manon,
gemeinsam mit
dem Bruder nur
auf ihren
Vorteil bedacht
und am nächsten
Abend die völlig
introvertierte
von Ihrer
Mentalität, der
Umwelt und
Erziehung
abhängige Elsa
im Wagner-Fach.
Ob Manon, ob
Elsa - Astrid
Weber trägt die
jeweilige
Atmosphäre des
Stückes, ist
hinterlistiges
'Rabenaas' und
tagsdrauf die
verstört an sich
selber Leidende.
Ein Sprung durch
den flammenden
Reifen des
Wechsels vom
'italienischen
Sopran' zur
'Jugendlichdramatischen' im
deutschen Fach.
Aufgrund ihrer
hervorragenden
Gesangstechnik
bewältigt sie
die drei
schweren Abende
ohne hörbare
Ermüdungserscheinungen.
Die Stimme
überzeugt in
allen Lagen und
gehorcht, um
alle
Gefühlsnuancen
auszudrücken. Ob Spitzentöne bei
der Manon oder
der Elsa,
stilsicher wird
alles
partiturgerecht
dargeboten.
Sie gestaltet
die Rollen mit
der ihr eigenen
Bühnenpräsenz
vom ersten
Auftritt bis zum
letzten Abgang
durch
außergewöhnlich
Intensität, so
bleibt nur die
Aussage,
glücklich das
Theater, eine
solche
Sing-Darstellerin
im Ensemble zu
haben.
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Von
allen
Mitgliedern des
Ensembles dieser
Produktion konnte das an
diesem Abend
nicht gesagt
werden.
Völlig neben der
Rolle, 'lätschert', mit
hängenden Armen,
gestalterisch
ohne jeden Bezug
zum Stück, ein
Herr aus
Finnland.
 
Wusste
der
überhaupt, was
er zu singen
hatte? Es
vermittelte sich
der Eindruck,
dass dem nicht
so war.
Er stand da,
schmächtig und
meinte wohl, es
ginge ihn alles
nichts an. Schon
als Geronte in
'Manon' war sein
Auftritt
fragwürdig.
Wie kann aber
ein Haus wie
Chemnitz einen
derartig jungen
und dann auch
noch
unbeteiligten
'Schmalhans' (in
Bayern sagt man
hierzu: a
solch's Buberl) den
König Heinrich
singen lassen,
vor dem die
Ungarn so um 930
Angst hatten und
vor dem als
Darsteller wohl
der Regisseur
kapitulierte.
Der Sänger aus
Illinois mogelte
sich durch die Rolle,
der andere Herr
aus Finnland
verzählte sich
beim 'Mein Ehr
ist hin' und in
Eisleben hat es
sich wohl noch
nicht rumgesprochen,
dass es heißt:
'Gib mir die
Macht' und nicht
'Schenk mir die
Macht' - ganz
abgesehen davon,
dass das Ganze
ziemlich
gegurgelt - die
Töne zwar
punktgenau -
gesungen wurde.
Und permanent
gebücktes
Vorbeugen reicht
nicht. Diese
überragend
wichtige Rolle
versank in
Bedeutungslosigkeit.
War er in der
kleinen Rolle
als Schiffskapitän
in 'Manon'
akzeptabel,
klang beim
Heerrufer die
Stimme dieses
bestimmten Herrn
rau und
unausgeglichen.
Ein Butterfly/Wozzeck-Kind
ist doch etwas
zu klein für den
Gottfried, so
zehn Jahre
dürfte der schon
gewesen sein,
als die böse
Ortrud ihn in
einen Schwan
verwandelte. Und
der Kokon, in
den er
eingesponnen
ist, sieht
befremdlich aus.
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veröffentliche ich auf dieser privaten Homepage meine
Meinung. Ich
verstehe die Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik um der
Kritik willen, sondern als Hinweis auf nach meiner Auffassung zu
Geglücktem oder Misslungenem. Neben Sachaussagen enthalten die
Texte auch Überspitztes und Satire. Für diese nehme ich den
Kunstvorbehalt nach Artikel 5 Grundgesetz in Anspruch. In die
Texte baue ich gelegentlich Fehler ein, um Kommentare
herauszufordern. Dieter Hansing
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