Viel Lärm !
Um nichts ?
24.3.05
 

Wir geben hier unverändert, ungekürzt und unkommentiert den Text einer Pressemitteilung der Stadt Regensburg wieder:

Von    : Elisabeth Knott <Knott.Elisabeth@t-online.de>
An     : info@telezeitung.tv
Datum  : Donnerstag, 24. März 2005, 23:34
Betreff: PM Stadt: Lärmschutz Burgweinting

Lärmschutz Burgweinting - Tatsachen kontra Spekulationen

Schon seit Monaten erhitzt die Verkehrslärm-Problematik die Gemüter in Burgweinting. Vermehrte Rückfragen gab es im Büro von Oberbürgermeister Hans Schaidinger und in den zuständigen Ämtern nach der Sendung "Zeitspiegel" am  Mittwoch, 22. März 2005, im Bayerischen Fernsehen.

Daher hier nochmals die Fakten:
Tatsache ist, dass es in der Diskussion um den Lärmschutz in Burgweinting nicht um die Kosten geht, sondern um den Realisierungszeitpunkt der geplanten Maßnahmen. Dass die Kosten für sämtliche Lärmschutzmaßnahmen mit den im Kaufpreis für die Grundstücke enthaltenen Erschließungskosten abgedeckt sind, steht außer Frage. Und dass auch sämtliche Lärmschutzmaßnahmen realisiert werden, die mit den Erschließungskosten bezahlt wurden, auf die die Grundstückseigentümer also einen Rechtsanspruch haben, hat OB Schaidinger den Betroffenen mehrfach versichert und erläutert.

Um eine zügige Realisierung bemühen sich die zuständigen städtischen Stellen seit längerer Zeit. Schaidinger hat sich auch selbst eingeschaltet, um die Planungen voranzutreiben. Doch ist der Sachverhalt differenzierter zu betrachten als dies auf den ersten Blick erscheinen mag, wenngleich die Stadt immer wieder eingehend und sachlich informiert hat. Gerade in den letzten Tagen haben sich sowohl der Oberbürgermeister als auch Tiefbauamtsleiter Günter Weinhold erneut und mit großem Nachdruck für einen zügigen Ablauf der Planungen und der Abstimmung mit den Autobahndienststellen eingesetzt.

Nachdem nun genauere Angaben gemacht werden können, werden alle, die im Baugebiet Burgweinting Nordwest I ein Grundstück erworben haben und damit in einem Vertragsverhältnis mit der Stadt Regensburg stehen, in der Woche nach Ostern angeschrieben und über den aktuellen Sachstand informiert.

Die Planungen für das Baugebiet Nordwest I haben Lärmschutzmaßnahmen an der A 3 in Richtung Passau im Bereich zwischen Markomannenstraße und den Gleisanlagen notwendig gemacht, die auch im Bebauungsplan festgesetzt wurden. Der Teilabschnitt zwischen Markomannenstraße und der Anschlussstelle Burgweinting ist bereits im Bau. Im November 2005 wird die Maßnahme fertig gestellt sein.

Auch der Schallschutz im zweiten Bauabschnitt zwischen Anschlussstelle Burgweinting und Obertraublinger Straße wird kommen, verspricht OB Schaidinger. Der Ausbau dieser Lärmschutzanlagen kann jedoch nur im Zusammenhang mit dem Umbau der Autobahnanschlussstelle Burgweinting erfolgen. Aus diesem Grund kann erst im Mai 2006 mit den Arbeiten begonnen werden, die dann voraussichtlich im November abgeschlossen sein werden.

Beim dritten Bauabschnitt zwischen der Obertraublinger Straße und den Gleisanlagen sind eingehende Verhandlungen mit der Autobahndirektion notwendig. Der Grund: Ein Ausbau der Autobahn um eine dritte Spur ist angestrebt. Es würde an einen Schildbürgerstreich grenzen, wenn vor dem Ausbau entlang der bestehenden Spuren eine Lärmschutzwand gebaut würde, die einige Jahre danach mit großem Aufwand versetzt werden müsste. Es ist daher sinnvoll und liegt im Bemühen der Stadt Regensburg, vor dem Bau in Absprache mit der Autobahnverwaltung nach einer sinnvollen Lösung zu suchen, die einen möglichen Ausbau vonvorneherein berücksichtigt. Die jüngsten Gespräche mit den zuständigen Vertretern der Verwaltung des Bundes lassen einen Baubeginn
ebenfalls im Mai 2006 als möglich erscheinen.

All diese Fragen wurden im oben erwähnten "Zeitspiegel"-Bericht des Bayerischen Fernsehens nicht erwähnt. Mit ausgewogener Darstellung, ernsthafter Recherche und sachlicher Fragestellung hatte diese Art der Berichterstattung daher absolut nichts zu tun. Oberbürgermeister Hans Schaidinger war von der einseitigen und agressiven Fragestellung jedenfalls sichtlich genervt und genau diese kurze Szene wurde dann ausgestrahlt.
Entrüstet war Schaidinger vor allem über das rüpelhafte Auftreten und des "Zeitspiegel"-Teams, das in grellroten Overalls mit geschulterter Kamera das Alte Rathaus förmlich "stürmte".

Wie allerdings die Bürgerinitiative Lärmschutz Burgweinting zu der
Darstellung kommt, er habe nach dem Interview beim Intendanten des BR interveniert, um die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern, bleibt ein Rätsel und lässt Zweifel am Realitätsbezug der Verfasser zu.
"
 

Bayerisches Fernsehen
'Zeitspiegel'
Sendung vom 23.3.05
 
Der aktuelle Fall: Warten auf Lärmschutz
Christine Dick hat sich in Burgweiting bei Regensburg ein Haus gekauft, in der Nähe der A 3. Der Verkäufer und die Stadt Regensburg hatten schon für das Frühjahr 2003 einen Lärmschutzwall versprochen, doch bis heute ist nichts passiert. Das sieht der Bürgermeister ganz anders.
 
Video: Der Lärmschutz-Wahnsinn Der Lärmschutz-Wahnsinn

Im Zeitspiegel vom 23. März. (2:41 min)