In der rekordverdächtigen Zeit von nur 2
Monaten sammelte die Bürgerinitiative zum Bürgerbegehren Stadthalle weit
mehr als die für das Bürgerbegehren notwendigen Stimmen.
Und schon reagiert die
Stadthallenkoalition – unter Missachtung des Stadtrates. Nur wenige Tage
nach Einreichung der notwendigen Unterschriften verkünden Schaidinger,
Wollbergs und Kuncz in einer Pressekonferenz den Wahltermin 12. Dez.
2004 für das Bürgerbegehren, obwohl es laut Gesetz Aufgabe des
Stadtrates wäre, in seiner nächsten Sitzung über die Zulässigkeit und
ggf. einen Termin des Bürgerbegehrens zu entscheiden.
Aber es kommt noch schlimmer: Bekanntlich
beschloss der Regensburger Stadtrat den Investorenwettbewerb (incl.
Architekten) für 4 Standorte offen auszuschreiben, aber mit der
Priorität Donaumarkt (einer Prioritäten-Setzung, die von den Investoren
sehr genau registriert wurde). Nach der 1. Phase des Wettbewerbes wurden
16 Investoren/Architektenteams in die Auswahl genommen. Sie können sich
für die zweite Phase der Ausschreibung bewerben.
Dazu beschloss der Stadtrat klar und
deutlich: „Jeder Teilnehmer darf nur einen Standort bearbeiten“.
In der 3. Phase soll dann von den verbleibenden 7 Teams dieses
eingereichte Rahmenkonzept konkretisiert und detailliert ausgearbeitet
werden. Soweit der Stadtratsbeschluss, der bekanntlich nur vom Stadtrat
selbst wieder aufgehoben werden kann. Und nun erklären Schaidinger und
Co. – in Übergehung des gültigen und ohne neuen Stadtratsbeschluss, dass
die Bewerberteams vor der dritten Phase den Standort wechseln können.
Sind Stadtratsbeschlüsse in Regensburg so überflüssig, dass sie von den
3 Fraktionsvorsitzenden in einer Pressekonferenz einfach über den Haufen
geworfen werden können? Werden die beiden Herren mit Dame angesichts des
anstehenden Bürgerbegehrens nervös? Was wäre passiert, hätte sich die
Stadtspitze– wie sie müsste – an den Stadtratsbeschluss gehalten? Nehmen
wir an, 15 Teams wären der Prioritätensetzung des Stadtrates gefolgt und
hätten ein Konzept für den Donaumarkt eingereicht: und gleichzeitig
würde der Donaumarkt als Standort für eine Stadthalle im Bürgerbegehren
abgelehnt – dann hätte es keine Phase 3 gegeben, da alle
Investoren-Architekten-Teams (außer Fürstliches Haus) „auf das falsche
Pferd“ gesetzt hätten!
Für die Bürgerinitiative
Dieter Weber (Pressesprecher) Tel. 0175/2729403