21.12.04

"Man sagt ....."

 

Wie gut, dass die Telekommunikation heute alles umspannt, von Weilheim über Erlangen/Bamberg bis Flensburg, von Karlsruhe, Baden-Baden bis Regensburg und darüber hinaus.

Jeder plaudert gerne und 'connection' ist alles.

"Host scho g'hört?"
Wie es den 'apron chat' - also die 'Gespräche am Rande des Rollfeldes' - gibt, ist diesem sehr verwandt, 'Das Kulissengeflüster.'

Selbst wenn man nicht direkt daneben steht oder 'die Lampe hält', "... die Verleumdung, sie ist ein Lüftchen, kaum vernehmbar in dem Entstehen..." (nebenbei, wie doch deutsche Texte klingen:
 "Oh wie schön die Worte fließen .... wie ein Bächlein über Wiesen....").

Aber das Theater Regensburg ist ja ein internationales Haus. Hier wird in den Sprachen der Welt gesungen.
Jetzt ist es schon so weit, dass die Theaterfreunde den Einsatz der Übertitelungsanlage auch für Stücke fordern, die in deutscher Sprache gegeben werden.
Das nur nebenbei und zurück zum Thema.

Man wählt die Nummer eines Hotels und fragt:
"Je veux parler avec Monsieur XXX."

Antwort: "Herr XXX ist abgereist."

Frage: "Wie, er probiert aber doch den Don José in 'Carmen' ?"

Antwort: "Nein, Herr XXX hat ausgechecked und wohnt nicht mehr hier."

Oder man wählt eine andere Nummer und fragt:
"Sie wollen nicht nach Regensburg kommen, warum denn nicht ?"

Antwort: "Ich will schon, aber das Theater will nicht. Ich habe einen Brief vom Intendanten bekommen, dass auf meine Mitarbeit verzichtet wird."

Ende der Spekulationen ?

Vorerst wenigstens, denn entschieden ist die Besetzung der Planstelle GMD noch immer nicht. Wie meinte der Regensburger Theaterdirektor am 10.10.04: "Das ist ein laufendes Verfahren."

Wohin soll das nur laufen, ein Orchester weiterhin ohne ständige Leitung.

So, und was per Telefon nicht zu klären ist, wird selbst in Augenschein genommen:
Da meinte doch der Herr Oberspieleiter Schauspiel vom Theater Regensburg während der Einführungsmatinee am 21.11.04 zum 'Raub der Sabinerinnen', er würde gerne mal die 'Frau Striese' kennen lernen.

Auf, nach Hof, Herr Bleiziffer !
Dort hat 'Luise Striese' zwei Auftritte, den einen sogar mit ihren Kindern Antigone, Desdemona und Hamlet.

Verachtet mir das Theater "... ganz oben in Bayern ..." nicht.

DH