10.03.05
 

Juryempfehlung zur Stadthalle in Regensburg

 

Nach Unterbrechung hat die Jury nun ihre Empfehlung zum Stadthallenkomplex unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen im von der Stadt begonnenen und weitergeführten 3-stufigen Vergabeverfahren am Ende der Stufe 2 als spezifischer Qualifizierungsphase abgegeben, wonach 7 Bieter in die Phase 3 übernommen werden.
Die Vorbereitung der Phase 3 wird einen heute noch nicht spezifizierbaren Zeitraum - aber mehrere Wochen - umfassen. Während dessen sollen Gespräche mit dem Fürstlichen Haus geführt werden, um - auch unter Berücksichtigung öffentlich-rechtlicher Angelegenheiten wie Denkmal- und Umweltschutz - auszuloten, welche Möglichkeiten der Realisierung einer Stadthalle im Fürstlichen Schlosspark gegeben sind, auch wenn die ev. Kirche und T+T ihre Zusage der diskriminierungsfreien Einbeziehung des Schlosses in die Wettbewerbs-Planung widerrufen haben.
Die Stadt will außerdem in Bezug auf entsprechende Flächen, die mit einer  Stadthalle bebaut werden könnten, die ja von den Bürgern gewünscht wird,  'alle Eisen ins Feuer legen'.
Der 'Untere Wöhrd' birgt Probleme allein durch die Gründung und ist mit entsprechenden Kosten auch durch die nur zeitweilige Nutzung der extra zu erstellenden Parkplätze verbunden. Auch ist die Attraktivität mit der des Donaumarktes nicht zu vergleichen.
Die noch geheim bleibenden Namen der von der Jury empfohlenen 7 Bieter mit Entwürfen werden dem Stadtrat - wohl auch dem Kultur- und Planungsausschuss - zur Entscheidung vorgelegt.
Die Entwürfe aller 12 Bieter sollen - einer von 8 hat sein Einverständnis verweigert - der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bedingung dafür ist,
dass im Vergabeverfahren nicht der eine vom anderen Bieter 'abkupfert', sich daraus eine zu rügende Wettbewerbsbeschränkung nicht ergibt.

Interessant, dass OB Schaidinger sagt, es kämen alle Eisen ins Feuer. Die Verwaltung habe auch frühere Standorte für die Stadthalle nochmals unersucht. Hier nachgefragt, gab Herr Schaidinger zur Kenntnis: es werde nicht jede Wiese untersucht, die in Frage kommen könne. Davon war auch nicht die Rede, aber wenn er bereits untersuchte Plätze mit einbezieht, sollte er klar definieren, was er damit meint.
Außerdem tat er kund, die Bürgerinitiative habe ja nur gesagt: "Keine Stadthalle am Donaumarkt." Etwas anderes könne man ja dort bauen.
Und was ist mit dem Markt am Samstag und mit dem freien Parken auf dieser Fläche an den übrigen Tagen, wenn dort etwas anderes erstellt wird wie z.B. das Technikmuseum für Kinder.
Wieder ist der Bürger irritiert.

Am Ende, wenn es je zu einer Stadthalle in Regensburg kommt, steht sie doch am Donaumarkt.

 

DH