08.12.05
 
Pressekonferenz
des Bischofs von Regensburg

 

"Der Papst kommt um vier Uhr zum Tee"

 

...  zwischen dem 10. und 15. September 2006.
Nur an welchem Tag genau, ist noch völlig offen:
Regensburg aber muss sich darauf einrichten, einen Event größten Ausmaßes zu bewältigen.
Da ist es nicht mit ein paar Absperrungen getan - und wenn der Papst auch noch im Haus des Bruders in Pentling, Bergstraße 6 übernachtet, dann gilt es, alle organisatorischen Fähigkeiten auf engstem Raum zu bündeln.
Aber mit diesem, Regensburgs Oberbürgermeister, ist ja alles zu schaffen. Wie ließ er heute verlautbaren:

„Auf den Besuch des Heiligen Vaters freuen wir uns sehr. Dass der Papst nach Regensburg kommt, ist für uns eine große Ehre. Wir werden die bereits begonnen Vorbereitungen zielstrebig und mit Schwung fortsetzen.“
Nachdem der letzte Besuch eines Papstes in Regensburg bereits fast 1000 Jahre zurückliege und man deshalb auf keine Erfahrungen zurückgreifen könne, stehe man vor einer großen Herausforderung, der sich die Stadt allerdings gerne stelle.


Nachweislich war tatsächlich ein deutscher Papst schon einmal in Regensburg. Am 7. Oktober 1052 erfolgte die Erhebung von Wolfgang zum Heiligen in Niedermünster. Leo IX. starb am 19.4.1054 - dem Tag als Kardinal Ratzinger ca. 1000 Jahre später zum Papst gewählt wurde.

Immerhin erhielt jetzt schon einmal der Weg zum Friedhof, auf dem die Eltern des Papstes und dessen Schwester beerdigt liegen, einen neuen Oberflächenbelag. Wie gut dass er kommt. So wird sicherlich das Eine oder Andere in der Stadt erneuert, verschönert mit nachhaltiger Wirkung.

Der Schwerpunkt des Programms in Regensburg wird wahrscheinlich auf der seinerzeitigen Tätigkeit des Papstes als Dozent an der Universität Regensburg liegen - auch sollen Künstler an der Gestaltung mitwirken. Michael Heuberger wird sicherlich ein Gedicht aufsagen dürfen, so wie er ja jetzt auch am 21.12.05 in Berlin beim Empfang des Bundespräsidenten für die Domspatzen etwas aus seinem reichhaltigen Repertoire vortragen darf.
Kaum eine Feier ohne Heuberger.
Da wie auch dort - doch für die Kirche wäre es besonders gut, sie griffe auf Kinder und Jugendliche zurück, die dann andern in das Bewusstsein tragen: die durften zum Papst oder die sprachen mit dem Bundespräsidenten:
Und nicht ein ältlicher Mime von einem Provinztheater.

Bei allen Wünschen, dem Papst näher zu kommen, muss das Private zurückstehen, die Pastoralreise steht im Vordergrund, soll sie doch dazu dienen, die Gläubigen zusammenzuschweißen gegen alle Unbill von außen und alle Anfechtungen des modernen und globalisierten Lebens.

Dass die Öffentlichkeit natürlich an allem Anteil nimmt, an allem was mit dem Bistum und seiner Leitung zu tun hat, ist wohl verständlich.
Dass der ehemalige Generalvikar nach Mallersdorf geht und doch Dompropst im Regensburg bleibt. Gründe für den Weggang werden hinter vorgehaltener Hand verschiedene genannt - vieles bleibt Spekulation.
Nur alles das schadet der Kirche. Und die Headlines in den Printmedien tun ihr Übriges. "Der beleidigte Bischof".

Vielleicht verhilft es zur Einigkeit, wenn in Regensburg die Leute sagen werden,
wie sie es taten in Köln:

"De Papst kütt"
 



Der Bischof von Regensburg
Professor Dr. Müller

... während der Pressekonferenz
mit dem Bruder des Papstes:
dem früheren Domkapellmeister
Georg Ratzinger.

Im Vordergrund Philip Hockerts, Bischöfliche Pressestelle und zwischen Bischof und Hockerts der
neue Generalvikar Michael Fuchs.

 

DH