|
...
zwischen dem 10. und 15. September 2006.
Nur an welchem Tag genau, ist noch völlig offen:
Regensburg aber muss sich darauf einrichten, einen Event größten
Ausmaßes zu bewältigen.
Da ist es nicht mit ein paar Absperrungen getan - und wenn der
Papst auch noch im Haus des Bruders in Pentling, Bergstraße 6
übernachtet, dann gilt es, alle organisatorischen Fähigkeiten auf
engstem Raum zu bündeln.
Aber mit diesem, Regensburgs Oberbürgermeister, ist ja alles zu
schaffen. Wie ließ er heute verlautbaren:
„Auf den Besuch des
Heiligen Vaters freuen wir uns sehr. Dass der Papst nach
Regensburg kommt, ist für uns eine große Ehre. Wir werden die
bereits begonnen Vorbereitungen zielstrebig und mit Schwung
fortsetzen.“
Nachdem der letzte Besuch eines Papstes in Regensburg bereits
fast 1000 Jahre zurückliege und man deshalb auf keine
Erfahrungen zurückgreifen könne, stehe man vor einer großen
Herausforderung, der sich die Stadt allerdings gerne stelle.
Nachweislich war
tatsächlich ein deutscher Papst schon einmal in Regensburg. Am 7.
Oktober 1052 erfolgte die Erhebung von Wolfgang zum Heiligen in
Niedermünster. Leo IX. starb am 19.4.1054 - dem Tag als Kardinal
Ratzinger ca. 1000 Jahre später zum Papst gewählt wurde.
Immerhin erhielt jetzt schon einmal der Weg zum Friedhof, auf dem die
Eltern des Papstes und dessen Schwester beerdigt liegen, einen
neuen Oberflächenbelag. Wie gut dass er kommt. So wird
sicherlich das Eine oder Andere in der Stadt erneuert,
verschönert mit nachhaltiger Wirkung.
Der Schwerpunkt des Programms in Regensburg wird wahrscheinlich
auf der seinerzeitigen Tätigkeit des Papstes als Dozent an der
Universität Regensburg liegen - auch sollen Künstler an der
Gestaltung mitwirken. Michael Heuberger wird sicherlich ein
Gedicht aufsagen dürfen, so wie er ja jetzt auch am 21.12.05 in
Berlin beim Empfang des Bundespräsidenten für die Domspatzen
etwas aus seinem reichhaltigen Repertoire vortragen darf.
Kaum eine Feier ohne Heuberger.
Da wie auch dort - doch für die Kirche wäre es besonders gut,
sie griffe auf Kinder und Jugendliche zurück, die dann andern in
das Bewusstsein tragen: die durften zum Papst oder die sprachen
mit dem Bundespräsidenten:
Und nicht ein ältlicher Mime von einem Provinztheater.
Bei allen Wünschen, dem Papst näher zu kommen, muss das Private
zurückstehen, die Pastoralreise steht im Vordergrund, soll sie
doch dazu dienen, die Gläubigen zusammenzuschweißen gegen alle
Unbill von außen und alle Anfechtungen des modernen und
globalisierten Lebens.
Dass die Öffentlichkeit natürlich an allem Anteil nimmt, an
allem was mit dem Bistum und seiner Leitung zu tun hat, ist wohl
verständlich.
Dass der ehemalige Generalvikar nach Mallersdorf geht und doch
Dompropst im Regensburg bleibt. Gründe für den Weggang werden
hinter vorgehaltener Hand verschiedene genannt - vieles bleibt
Spekulation.
Nur alles das schadet der Kirche. Und die Headlines in den
Printmedien tun ihr Übriges. "Der beleidigte Bischof".
Vielleicht verhilft es zur Einigkeit, wenn in Regensburg die
Leute sagen werden,
wie sie es taten in Köln:
"De Papst kütt"
|