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Vom 9. - 14. September
besucht Papst Benedikt XVI. seine bayerische Heimat.
Das ist ein Grund zur Freude, und weil ja alle ein bisschen Papst
sind, sind wir im September auch ein bisschen Bayern.
Der Papst kommt.
Es wird ein großes Fest, das vor allem.
Aber es wird ein großes Geschäft. Denn wenn der Papst kommt, müssen
Partner her und Sponsoren und Merchandising-Artikel, und so hat sich
die Diözese Regensburg etwas Feines ausgedacht.
Nach dem Motto: Wenn's bei der WM so gut geklappt hat, warum nicht
auch beim Papsbesuch?
Und so verkauf die Diözese für 4,50 Euro die offizielle gelb-weiße
Papstbesuch-Autofahne. Eine nette Idee.
Sie wurde von der Regensburger Agentur Six Sigma Merchandising GmbH
im Auftrag des Bistum Regensburg entwickelt.
Die Firma soll laut Bistum "gewährleisten, dass die geschmackliche
und qualitative Ausführung der Produkte dem Anlass entspricht."
Six Sigma hat auch zum Papstbesuch-Weihwasserfläschchen (fünf Euro)
entworfen.
Die Diözese Regensburg hat außerdem viele "Partner" gewonnen , denn
so ein Papstbesuch ist einen aufwendige Sache, und so wollen wir
Ihnen die Ehre erweisen und sie aufzählen.
Es sind zum Beispiel dabei: T-Systems, BMW, die Raiffeisenbank,
Südzucker, die Mercedes-Benz-Niederlassung Regensburg, die Firma
www.24-autohof.de und die Labertaler Heil- und Mineralquellen, die
jüngst "am Standort Schierling" (Schierlingsbecher!) ein neues
Hochregallager errichtet hat: Juchheißa.
Außerdem wird der Papstbesuch gesponsert (kein Witz) von der
Munitionsbergungs GmbH Semmler in Abensberg-Arnhofen.
Es ist an alles gedacht.
Sogar ans Wetter: "Wir können uns nicht vorstellen", hat ein
Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats München gesagt: "dass es
ausgerechnet, wenn der Papst kommt, auf Teufelkommraus regnet".
Unvorstellbar in der Tat.

Imre Grimm
schreibt für die Hannoversche Allgemeine Zeitung.
Der Artikel erschien am 19.8.06
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