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      19.08.06
 
'Papa ante portas'
 

"Wer lacht da ?"


 

Vom 9. - 14. September besucht Papst Benedikt XVI. seine bayerische Heimat.
Das ist ein Grund zur Freude, und weil ja alle ein bisschen Papst sind, sind wir im September auch ein bisschen Bayern.
Der Papst kommt.
Es wird ein großes Fest, das vor allem.
Aber es wird ein großes Geschäft. Denn wenn der Papst kommt, müssen Partner her und Sponsoren und Merchandising-Artikel, und so hat sich die Diözese Regensburg etwas Feines ausgedacht.
Nach dem Motto: Wenn's bei der WM so gut geklappt hat, warum nicht auch beim Papsbesuch?

Und so verkauf die Diözese für 4,50 Euro die offizielle gelb-weiße Papstbesuch-Autofahne. Eine nette Idee.
Sie wurde von der Regensburger Agentur Six Sigma Merchandising GmbH im Auftrag des Bistum Regensburg entwickelt.
Die Firma soll laut Bistum "gewährleisten, dass die geschmackliche und qualitative Ausführung der Produkte dem Anlass entspricht."

Six Sigma hat auch zum Papstbesuch-Weihwasserfläschchen (fünf Euro) entworfen.

Die Diözese Regensburg hat außerdem viele "Partner" gewonnen , denn so ein Papstbesuch ist einen aufwendige Sache, und so wollen wir Ihnen die Ehre erweisen und sie aufzählen.

Es sind zum Beispiel dabei: T-Systems, BMW, die Raiffeisenbank, Südzucker, die Mercedes-Benz-Niederlassung Regensburg, die Firma www.24-autohof.de und die Labertaler Heil- und Mineralquellen, die jüngst "am Standort Schierling" (Schierlingsbecher!) ein neues Hochregallager errichtet hat: Juchheißa.

Außerdem wird der Papstbesuch gesponsert (kein Witz) von der Munitionsbergungs GmbH Semmler in Abensberg-Arnhofen.
Es ist an alles gedacht.

Sogar ans Wetter: "Wir können uns nicht vorstellen", hat ein Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats München gesagt: "dass es ausgerechnet, wenn der Papst kommt, auf Teufelkommraus regnet".

Unvorstellbar in der Tat.

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Imre Grimm schreibt für die Hannoversche Allgemeine Zeitung.
Der Artikel erschien am 19.8.06

 

 

 

 

 

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