Die Stimmung ist gedrückt im Regensburger
Büro Kulturhauptsstadt 2010 und im Internet gibt es keine
Berichterstattung über den Informationsabend im Andreasstadel am
29.9.04, denn es lief nicht so, wie es sich die Stadt Regensburg und
ihre Vertreter eigentlich gedacht hatten.
Wie soll die Veranstaltung - selbst intern - auch positiv beurteilt
werden, wenn aus dem Publikum nur Kritik an der Vorgehensweise der Stadt
geäußert wird.
Auch die Regensburger Tagespresse in Form der Mittelbayerischen Zeitung
äußert sich heute kritisch unter der Headline:
2010 noch nicht in
allen Köpfen
Stadtgespräch zur Kulturhauptstadt:
Kritiker legen Finger in alte Wunden
Gleich im zweiten Abschnitt zitiert (mjh)
die SPD-Stadträtin Wild: "Wie man denn das Feuer für das Projekt in
der Bevölkerung entzünden wolle, wenn das Kulturhauptstadt-Büro in der
Tändlergasse ein so schmuddeliges Entrée habe ...".
Es nimmt uns nicht Wunder, dass es dort so aussieht, denn wie aus gut
informierten Kreisen verlautet, zahlt die Stadt keine Miete für die
Räumlichkeiten im ehemaligen Hugendubl-Haus und findet der Eigner - ein
Münchener Rechtsanwalt - einen neuen Mieter, darf Herr Dr. Schnetz
wieder ausziehen und 2010 sucht nach der Unterbringung im Schloss nun
zum dritten Mal eine Bleibe.
Wozu also auf unter diesen Umständen so kurze Sicht, das Büro ansehnlich
herrichten, denn es gibt bereits einen Aspiranten für das gesamte
Gebäude.
Wohl muss Herr Dr. Schnetz selber jetzt nur noch bis zur Berliner
Entscheidung im nächsten Jahr durchhalten.
Wozu denn bei der Gesamtlage und Gesamtstimmung noch einen
2010-Intendanten als Nachfolger einstellen.
Hinzu kommt, dass die Sponsorengelder, um allein die Bewerbung überhaupt
finanzieren zu können, nicht so fließen wie sich die Stadt das
vorgestellt hat.
Nach Herrn Dr. Schnetz frage die Wirtschaft zu oft nach einem Programm.
Ohne dieses aber sieht die Wirtschaft für sich keine Motivation zum
Sponsoring und denkt sich wohl auch, dass Regensburg schon bei der
Bewerbung für 2010 keine Chance in Berlin habe.
Der Stadt ist nur zu empfehlen, einen ehrenvollen Rückzug anzutreten und
die gesparten Gelder besser in die bestehenden Einrichtungen fließen zu
lassen.
DH
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