Zur Meinungsfreiheit westlicher Gesellschaften zählt das Recht zur missverständlichen Überzeichnung.
   
04.01.2010 - dradio.de

 

 

   

Thema des Tages:

'Zur Erinnerung; aus den Medien zitiert'

02.02.2008
 

 

 

 
     
 

http://www.csu-sonntagspost.de/

Welche Freude, wieder eine Sonntagspost, die als e-papier überall in der Welt - Internet-Zugang vorausgesetzt - gelesen und genossen werden kann.

Schön, wenn die Links zu Inhalten führen, die mit den Überschriften nichts zu tun haben.  Das Spielen mit den Wegen durch die Seite, das Rätselraten, was, wohin führt - ist 'amusing'.

Die Inhalte erfreuen dann besonders.

Wird nur ein Punkt aus der obigen Aufstellung herausgegriffen, fragt sich der Betrachter:
Was "soll damit gemeint sein?"

 

Zunächst stellt sich die Frage, was versteht die Frau Konzeptionistin der CSU-Sonntags-Postille unter dem Begriff 'Kultur' ?
'Kultur' ist ja nach Aussage des Herrn Ober-Bürgermeisters Chefsache.
Leider wurde von ihm nie definiert, was er persönlich in Bezug auf 'Kultur' meint und was somit Chefsache ist.

Hier zur Erhellung der Herrschaften in Regensburgs Rathaus und derer, die noch hinein wollen:
 

 
Kultur

[lateinisch »Bebauung«, »Pflege« (des Körpers und Geistes), »Ausbildung«]

die, in seiner weitesten Verwendung Bezeichnung für all das, was der Mensch geschaffen hat, was also nicht naturgegeben ist; in einem engeren Sinn bezeichnet Kultur Handlungsbereiche, in denen der Mensch auf Dauer angelegte Produkte, Verhaltensweisen und Leitvorstellungen hervorzubringen vermag, die dann im Sinne einer Wertordnung oder eines Formenbestandes das weitere Handeln steuern und auch strukturieren können. Dazu gehören Muster beziehungsweise Modelle sozialen Verhaltens ebenso wie religiöse und kultische Objekte, Schriften u. a. Zeichensysteme, Bauten, Naturgestaltung und Gruppenorganisationen; nicht zuletzt auch Repräsentationen geistiger Gebilde wie Rituale, Texte, performative Inszenierungen, Gesänge oder sonstige künstlerische Gestaltungen. Damit betont dieser Kulturbegriff nicht nur das Hervorgebrachte und Künstliche menschlicher Produkte, sondern auch den Formcharakter und die Wertschätzung, die diesen in der Regel zukommt. – Im heutigen deutschen Sprachgebrauch stehen die Begriffe Kultur und Zivilisation ohne klare Abgrenzung nebeneinander, wobei im Begriff Zivilisation im Allgemeinen Aspekte des technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts im Vordergrund stehen, während der Kulturbegriff im Alltagsgebrauch v. a. auf geistige Produkte, sittliche Werte und die diese tragenden gesellschaftlichen Institutionen (Bibliotheken, Theater, Feuilletons, Bildungseinrichtungen) bezogen wird und damit auch moralische, soziale und nicht zuletzt stilistische Ansprüche benennt.

 

Es wird versucht, deutlich zu machen, es gebe in Regensburg für 'Kultur' Geld wie nie zuvor.

Unklarheit in dem Statement:

Wie 'nie' zuvor ?

Was bedeutet aus der Sicht von Frau Freudenstein der Begriff:  n i e ?

Immerhin benutzt sie nicht die heute so gebräuchliche Aussage:
'aller Zeiten' - was die Zukunft ja mit einschlösse.
Doch sie schreibt "wie nie zuvor".

Mit 'nie' meint sie doch wohl einen Zeitraum bis heute.

Wann beginnt nun diese Zeitspanne?


Mit dem Untergang des Römischen Reiches oder
mit dem letzten Kaisermanöver oder
mit dem Tag der Einrichtung der Reichskulturkammer (RKK) ?


"Geld für Kultur gibt es in Regensburg so viel wie nie zuvor."

Hier stellt der Bürger besorgt die Frage:

"Wo ist denn das Geld, sitzt da jemand in der immer so hochgelobten Verwaltung drauf und hält die Scheine warm und hofft, dass durch Bebrüten der Segen sich mehre oder wird Zaster sogar ausgegeben."

Wofür denn nur?

Ist in der Stadt unter dem grünen Dach Europas irgendwo erkennbar, wo das Geld bleibt - außer in der Städtischen Verwaltung für Raumbeschaffung, Planstellenbesoldung, Software, Hardware in den Büros, Kaffeemaschinen, Büromaterial und so weiter.


"Geld für Kultur gibt es in Regensburg so viel wie nie zuvor."

Als Theater-Abonnent stellt man allerdings fest: dort ist von dem 'so viel' nicht viel angekommen.

Dem Spielplan kann nicht Gerechtigkeit werden, da die Rollen nicht adäquat zu besetzen sind.


Mitarbeiter müssen Wohngeld beantragen, weil die Regensburger Gagen so niedrig sind.

Wie meinte der Mitbewerber um den Ober-Bürgermeisterposten am 19.11.07:
Alles sei beim Theater durch Tarifverträge geregelt.

Wie er doch irrt, Solistenverträge werden frei ausgehandelt.

Ach, 'Wolli Wolbergs' und   S  i  e   wollen als Bürgermeister neben Herrn Ober-Bürgermeister Johannes Schaidinger bestehen?

Wie lautet doch das Peter - Prinzip?

„In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

Denken Sie doch nur mal an die Stadtratssitzung am 31.1.2008 - der Monolog machte munt're Männer müde - und das war vom OB ja wohl auch beabsichtigt. Hatten Sie nicht auch den Eindruck?

Fähigkeiten zu solchen Suaden sind Ihnen ja auch gegeben - und Möglichkeiten werden sich Ihnen eröffnen, wenn Sie dann vereint in großer Koalition gemeinsam schreiten.

Und genau das war doch schon vor genau einem Jahr abzusehen, dass es hierzu kommen wird.

Die Bürger sind zu bedauern, aber haben sie ja doch die Waffen von Bürger-Initiativen.

Schon stehen sie in den Startlöchern und rufen sich zu:

"Auf, auf zum fröhlichen Jagen!"

 


'Solange nicht der Stadtrat mit der CSU-Mehrheit durch CSU und vielleicht ein paar Versprengte aus anderen Lagern grünes Licht für Mischbebauung bestehend aus Gewerbe, Wohnungen, Markt und öffentlichen Einrichtungen gegeben hat, ist die Abgabe von Vorschlägen‚ vergebene Liebesmüh, denn nun läuft erst einmal die Sperrfrist bis 17. Dezember 2007, dann stehen die Wahlen vor der Tür – nach dem 2. März 2008 gibt es Mehrheiten – und da man bis dahin leider – ach, wie schade - gar keinen neuen Standort für eine RKK am Donaumarkt gefunden haben wird, ist also der Donaumarkt wieder im Gespräch.

Auch wenn die Foren nicht glauben, dass dieser Standort wieder ins Gespräch kommt –
“er kann doch nicht zum vierten Mal“ – doch er kann - wait and see.

Gerade der Ober-Juror machte am 14.12.07, dem Tag der Eröffnung dieser unseligen Ausstellung mit Entwürfen einer Stadthalle am Donaumarkt  im Degginger-Haus deutlich:
Freiburg habe 7 mal abgestimmt und dann die Halle erhalten.
Warum sollte das in Regensburg nicht auch so sein?'


http://heerrufer.de/Kommentar_'Regensburger_Wochenschau_28.01.2007'.htm
 

 

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Um 'Missverständnisse' zu vermeiden:

Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer von voll bezahlten Eintrittskarten verstehe ich
diese Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik um der Kritik willen,
sondern als Hinweis auf - nach meiner Auffassung - Geglücktes oder Misslungenes.

Neben Sachaussagen enthalten diese Texte auch Überspitztes und Satire.

Hierfür nehme ich den Kunstvorbehalt nach Artikel 5, Grundgesetz, in Anspruch.

Dieter Hansing

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